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Gedankengänge zu Mindestlohn 30.05.2016 15:54 Uhr   #200
Die Flüchtlingskrise! Großes Thema! Und auch sehr komplex und schwierig, um darüber zu reden. Aber ich arbeite ja selbst im Sondermaschinenbau und habe hier entsprechend desöfteren komplexe Maschinen und Anlagen, die ich programmieren muss. Bin glaube recht gut darin, Dinge zu "abstrahieren". Ich habe auch mal einen damals neu-Kollegen schwer fasziniert, weil ich nur aus einem Elektroschaltplan mehr oder weniger eine komplette Maschine programmieren kann, ohne das da überhaupt was mechanisch aufgebaut oder schon nen Motor angeschlossen ist. Diese "Fähigkeit" nutze ich gerne mal für das "wirkliche Leben", um Dinge mir selbst verständlich zu machen. Das muss nicht 100% passen, aber mein gesunder Menschenverstand und Nachdenken lässt das großteils recht plausibel erscheinen.
Und für diesen Blog-Eintrag wollte ich doch mal solch einen Gedankengang vorstellen. Mal sehen, wo ihr den Fehler meiner Gedankengänge findet :)
Es geht allerdings nicht um Flüchtlinge; aber ein Thema, das damit zusammenhängt. Und zwar haben ja all die Pegidas und AfDs unter anderem so viel zulauf, weil viele Leute Angst um ihre Jobs haben und das sie die an Flüchtlinge verlieren. Nun kann man das als irrationale Ängste abtun und den "Spruch" bringen:
Wenn ein unausgebildeter Flüchtling, der nichtmal die lokale Sprache spricht, dir deine Arbeit wegnehmen kann ... dann wirst du wohl nicht sehr gut in deinem Job sein!
Aber wenn man bedenkt, dass die Arbeitgeber sich ja schon auf die Flüchtlinge freuen, weil sie brauchen angeblich Leute ... aber Mindestlohn wollen sie nicht für die zahlen, dann mag da was dran sein, dass das ein "race to the bottom" sein soll!

Und genau um dieses Stichwort soll es nun gehen: Mindestlohn!
Wie haben die erwähnten Arbeitgeber gezetert! Das wäre total schlimm und koste Arbeitsplätze und so weiter...
So, und nun kommt mein Gedankengang: Wie soll denn der Mindestlohn Arbeitsplätze kosten? Für mich völlig unmöglich! Warum? Nun, es ist doch ganz einfach. Um Arbeitsplätze mit dem Mindestlohn verlieren zu können, müssen in einer Firma also Personen angestellt sein, die keinen Mindestlohn bekommen und diese müssten nach der Einführung rausgeschmissen werden. Das ist natürlich keine unmögliche Konstellation. Aber das wichtige daran ist: Diese Person ist dann nicht mehr da!! Was ich damit meine ist, diese Person hat doch irgendwas in der Firma gemacht ... also hoffentlich ... Wenn die Person nur bezahlt wurde, um auf ihren Händen zu sitzen und/oder einen Bullshit Job hatte, ok. Dann ist sie halt weg. Dann stört es auch niemanden (ausser die Person vielleicht) und man sollte sich fragen, was die Firma überhaupt geritten hat in der heutigen Zeit der "Kostenoptimierung" da eine Person "für nichts" zu bezahlen?! Auch wenn es unter dem Mindestlohn war. Hätte man doch schon davor rausschmeissen können! Und ja, damit wäre tatsächlich ein Arbeitsplatz weggefallen ... aber das wäre ein Arbeitsplatz gewesen, der eigentlich noch nie besetzt hätte werden müssen.
Aber bleiben wir doch mal bei der Möglichkeit, dass diese Person tatsächlich etwas vernünftiges getan hat! Nun wird wasauchimmer die Tätigkeit war ja nicht mehr gemacht ... wer macht das dann? Bleibt die Arbeit liegen? Muss die ein anderer Mitarbeiter, der mehr als den Mindestlohn erhält und nicht gekündigt wurde, machen? Was ist dann mit der Arbeit, die diese Person denn eigentlich machen sollte? Bleibt diese dann unbearbeitet? Oder hat der auch nen Bullshit Job und kann nebenbei was anderes machen, wird aber auch noch gut dafür bezahlt? Da beisst sich die Katze doch in den Schwanz!

Fazit ist, der Mindestlohn hat keine Auswirkungen auf Arbeitsplätze! "Leider" haben das auch etliche Studien erkannt ... und natürlich darf nicht sein, was nicht sein darf, daher gibt es die Theorie/Studie, dass hier doch Einfluß herrscht. Aber nicht auf Jobs, die existieren, sondern auf "imaginäre" Jobs, die noch im entstehen sind und jetzt nicht kommen. Was eine ziemlich lächerliche Argumentation ist und man sieht deutlich, was die Idee dahinter ist: Die Firmen wollen so wenig wie möglich Lohnkosten bezahlen! Die Mitarbeiter können dann nicht mehr von ihrem Lohn leben, aber das ist ja egal, die können ja dann aufstocken und sich den Rest vom Staat, also aus unseren Steuergeldern holen. Dabei ist das der Job (pun intended) der Firmen, den Mitarbeitern genug zum Leben zu bezahlen! Alles andere ist einfach pur asozial!
Also, wenn euch mal wieder irgendwer mitteilen möchte, wie schlimm der Mindestlohn ist, stempelt diese Person gleich mal entsprechend ab!
...
Oder zeigt mir die Argumente, das meine Gedankengänge Blödsinn sind! Ich höre!?
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